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Aktuelles 2015

Auf dieser Seite wollen wir euch immer aktuell über Ereignisse im Team,
die letzten Rennergebnisse und "Schmankerl" von der Rennstrecke informieren.

27.09.2015 9. Rennen - Saisonfinale in Hockenheim; Mehr....
10.09.2015 Vorbericht zum Saisonfinale in Hockenheim; Mehr....
23.08.2015 8. Rennen in Oschersleben; Mehr....
08.08.2015 7. Rennen in Assen (NL); Mehr....
02.08.2015 6. Rennen in Schleiz  Mehr....
03.07.2015 5. Rennen auf dem Hungaroring (Ungarn)  Mehr....
12.06.2015 4. Rennen auf dem Nürburgring    Mehr....
29.05.2015 3. Rennen auf dem Lausitzring (nur IDM)   Mehr....
15.05.2015 2. Rennen in Zolder - Belgien.   Mehr....
01.05.2015 1. Rennen auf dem Lausitzring.   Mehr....
   
  News Archiv 2006 (833KB PDF)  News Archiv 2007 (4.833KB PDF)   News Archiv 2008 (520KB PDF)
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  27.09.2015 9. Rennen  - Saisonfinale in Hockenheim - Jan Bühn wird deutscher Meister, Maurice Ulrich im Cup Zweiter

Jan Bühn wird deutscher Meister in der IDM SSP 600. 

Das Finale zur Internationalen Deutschen Motorradstraßenmeisterschaft in der Supersportklasse war an Spannung kaum zu überbieten. Der 24-jährige Jan Bühn aus dem badischen Kronau hatte vor den letzten zwei Läufen acht Punkte Rückstand auf den Suzuki-Piloten Tatu Lauslehto aus Finnland.

Auf dem 3,692 km langen Hockenheimring fuhr Jan Bühn die zweitschnellste Zeit und startete damit als einziger Pilot bei allen Saisonrennen aus der ersten Startreihe. Lauslehto ging als Achter in das Rennen über 17 Runden, die Bestzeit im Training holte sich Gaststarter Kevin Wahr (Nagold/Yamaha), der 2013 Deutscher Meister in der Supersport-Kategorie war. Lokalmatador Jan Bühn gewann am Samstag beim ersten Rennen den Start und ging vor Kevin Wahr in die erste Kurve, doch dann übernahm Wahr die Führung.

Jan Bühn lag bis zur 7. Runde auf dem zweiten Platz und führte eine Gruppe von sechs Fahrern an. Gegen Ende des Rennens hatte Jan Bühn nicht mehr so ein gutes Gefühl für das Vorderrad und ließ die Gegner passieren, da in der Gruppe vier Gaststarter waren, die keine Meisterschaftspunkte erhalten. Die letzten Runden kam der Meisterschaftsführende Tatu Lauslehto immer näher heran und überholte Jan Bühn drei Runden vor Schluss.

Die beiden Titelkontrahenten überholten sich gegenseitig, doch Jan Bühn konnte in der letzten Runde erneut an seinem Widersacher vorbeiziehen und belegte mit nur 0,194 Sekunden vor Lauslehto den sechsten Rang im Ziel. In der IDM-Punktewertung war es der zweite Platz und damit verkürzte der Yamaha-Pilot vom Räth-Romero-Team den Vorsprung auf nur noch vier Zähler vor dem entscheidenden Rennen am Sonntag.

Entscheidung am Sonntag.

Der zweite Lauf fand bei strahlendem Sonnenschein vor 14.000 Zuschauern statt. Vom Start weg setzte sich Kevin Wahr vor Jan Bühn an die Spitze. Wie im ersten Lauf führte Jan Bühn die Verfolgergruppe bis zur 12. Runde an und ging kein Risiko ein. Kevin Wahr feierte mit 4,143 vor dem Österreicher Marco Nekvasil (Kawasaki) einen Doppelerfolg.

Mit dem fünften Platz wurde Jan Bühn erneut Zweiter in der IDM-Wertung, damit waren nun beide Piloten mit 275 Zählern punktgleich. Da beide vier Rennen gewannen entschieden die zweiten Plätze zu Gunsten von Jan Bühn. Bühn wurde sechsmal Zweiter, Lauslehto nur zweimal.

Nach der Zieldurchfahrt strahlte Jan Bühn: „Ich kann es noch gar nicht glauben, die letzten Runden wurden immer länger. Wir haben gegenüber dem ersten Rennen noch etwas vorne an der Gabel geändert, ich hatte dadurch mehr Gefühl für das Vorderrad. Da mein Motorrad wie eine Bombe ging konnte ich Tatu am Samstag in der letzten Runde nach der Parabolika überholen, dies war das entscheidende Überholmanöver.  Zuerst möchte ich mich bei meiner Familie und beim ganzen Team von Diego Romero bedanken. Sie haben mich super informiert, ich bin wegen den Gaststartern kein Risiko eingegangen. Ich habe dann das Tempo herausgenommen, weil ich wusste dass ich nur vor  Lauslehto ins Ziel kommen muss. Ich hatte konstant fünf Sekunden Vorsprung auf ihn.

Schade, dass mein Förderer Georg Räth nicht dabei sein konnte, ihm gebührt großer Dank. Auch bei Yamaha und Pirelli sowie allen meinen Sponsoren bedanke ich mich für die Unterstützung. Ich war dieses Jahr zweimal in der Punktewertung in der IDM-Punktewertung vorne, zuerst nach dem Auftaktsieg am Samstag auf dem Lausitzring und jetzt nach dem Finale; das ist am wichtigsten. Ich glaube in der Geschichte der Motorrad-DM gab es dies noch nie, dass zwei Fahrer punktgleich waren und dann die zweiten Plätze entscheiden mussten, da wir beide vier Rennen gewonnen haben.

Ich bin bei zehn von 15 Läufen vor Tatu ins Ziel gekommen, er hat mir fair gratuliert. Es ist auch super, dass hier beim Heimrennen in Hockenheim alle meine Freunde und Bekannten bei der Titelentscheidung dabei sein konnten, wir waren fast 100 Leute und konnten schön feiern. Der Titel bleibt in Baden-Württemberg, nach Kevin Wahr bin ich nun Nachfolger von meinem ehemaligen Teamkollegen Marvin Fritz. Wir wohnen ja alle nicht so weit auseinander. Abends kam noch mein Mechaniker vom Vorjahr aus der spanischen CEV-Meisterschaft mit dem letztjährigen Superbike-Meister Xavie Forés in unserer Box vorbei.“

Maurice Ullrich gewinnt in Hockenheim und wird im Yámaha R6 Dunlop Cup Zweiter.

Der Sieger im YAMAHA R6-DUNLOP-CUP 2015 heißt Manou Antweiler. Der 20-Jährige aus Bienenbüttel sicherte sich beim Saisonfinale in Hockenheim mit einem souveränen dritten Platz den Titel. Maurice Ullrich (Team Pepe-Tuning/Romero) konnte mit seinem vierten Sieg den Rückstand noch auf acht Punkte verkürzen, Cup-Youngster Lukas Tulovic belegte Rang zwei.

Für Maurice Ullrich war die Zielsetzung klar. "Ein Sieg muss her, alles andere habe ich nicht in der Hand." Doch auch der mit einem Vorsprung von 17 Punkten angereiste Manou Antweiler dachte nicht daran, sicher hinterherzufahren. "Ich will hier gewinnen, denn Hockenheim ist meine Lieblingsstrecke", erklärte der Meisterschafts-Leader vor dem Rennen. Schon im Training schenkten sich die beiden Protagonisten keinen Meter. Am Sonntag stand dann Antweiler vor Ullrich und Tulovic in der ersten Reihe.

Die Führung übernahm der 15-jährige Blitzstarter Lukas Tulovic, nach sieben Runden tauchte erstmals Antweiler ganz oben auf dem Zeitenmonitor auf, zwei Umläufe später Ullrich. Dieses Trio änderte bis kurz vor Schluss regelmäßig die Plätze, erst in der vorletzten Runde beschloss Antweiler, sich mit Rang drei zu begnügen und den Titel sicher nach Hause zu bringen.

"Nach den ersten Runden war klar, dass ich das Tempo zwar gut mitgehen konnte, doch zum Wegfahren hätte es nicht gereicht. Also habe ich mir die Kollegen zunächst einmal in Ruhe angeschaut. Gegen Rennende haben sich's Maurice und Lukas dann so richtig gegeben, in dem Moment beschloss ich, kein unnötiges Risiko mehr einzugehen. Ich wollte in diesem Jahr unbedingt den Titel gewinnen und bin jetzt natürlich überglücklich und freue mich natürlich auch für mein Team, das einen super Job gemacht hat", strahlte der frischgebackene Cup-Sieger, als er seiner Crew um Teamchef Daniel Bergau stolz den Riesen-Pott präsentierte.

Maurice Ullrich hatte das Finale realistisch angegangen: "Ich wusste, dass ich nur eine kleine Titel-Chance hatte, aber diesen vierten Sieg wollte heute unter allen Umständen. Am Start habe ich mich rausgehalten, als Manou vorpreschte, habe ich die Initiative übernommen. Irgendwann wähnte ich mich in der letzten Runde, dabei waren es noch zwei. Lukas macht wohl den gleichen Fehler, deshalb haben wir beide auf Attacke umgeschaltet. Wir haben uns mehrfach überholt und als ich merkte, dass noch eine Runde mehr zu fahren war, habe ich mich richtig breit gemacht. Ich kann trotzdem mit der Saison zufrieden sein, es war es keine Schande gegen Manou zu verlieren, schließlich hat er auch mehr Erfahrung".

Lukas Tulovic kam eine delikate Rolle zu. Natürlich wollte auch er gewinnen, befand sich dabei aber zwangsweise mitten im Titelduell. "Nachdem ich den Start gewonnen habe, schaute ich zunächst, wer mitgehen kann. Als die beiden dann vor mir waren, sah ich, wo meine Stärken und Schwächen sind. In der vorletzten Runde bin ich an Manou vorbeigegangen und habe Maurice attackiert. Leider hat's nicht ganz gereicht. Unterm Strich war es eine tolle Saison, viel besser, als ich erwartet hatte. Mein Ziel war Top-Five, jetzt bin ich Dritter mit einem Sieg und sechs Podestplätzen, damit habe ich wirklich nicht gerechnet."

Wie der Rookie konnte auch Andreas Klambauer eine positive Bilanz unter seiner sechsten Cup-Saison ziehen. "2015 war wieder ein Schritt nach vorn. Vierter im Rennen und in der Meisterschaft", freute sich der 29-jährige Österreicher. "Der Start war eine Katastrophe, dann ging's allerdings zügig nach vorn. Ich hatte zwar Gripprobleme, dachte mir aber: was soll's, es ist eh das letzte Rennen und wenn ich sie wegfeuere, dann ist es ebenso."

Sein Landsmann Hannes Zemsauer lag lange Zeit auf dem vierten Rang, war am Ende aber auch mit Platz fünf zufrieden. "Das Wochenende hat gepasst. Als die Reifen zu rutschen begannen, habe ich vielleicht zu lange gebraucht, mich darauf einzustellen. Mit Ausnahme des Hungarorings war dieses Jahr alles Neuland für mich. Ich habe viele Strecken und leider auch einige neue Kiesbetten kennengelernt. Das hohe Niveau im Cup habe ich richtig eingeschätzt, ich dachte aber, dass ich dort etwas schneller zurecht komme", analysierte der Cup-Neuling selbstkritisch.

Der Sechstplazierte Arnaud Friedrich überzeugte wieder einmal mit einer starken zweiten Rennhälfte: "Beim Start wurde ich eingeklemmt, musste mich dann vorarbeiten und kämpfte schließlich in der Gruppe um Rang vier mit." Sein Fazit: "Platz fünf in der Meisterschaft war sicher ein weiterer Schritt nach vorne, der Speed passt, aber ich muss vom Start weg vorne dabei sein."

Adrian Pasek musste eine Runde vor Schluss Rang sechs an Friedrich abgeben, war aber dennoch zufrieden: "Ich habe lange um Platz vier gekämpft, konnte aber am Ende die Rundenzeiten nicht mehr fahren. Der Saisonbeginn war super, dazwischen durchwachsen und am Ende hat es wieder gepasst."

Nur zwei Zehntel dahinter folgte mit Patryk Kosiniak der nächste Pole. "Hockenheim ist ein Bremskurs, da kommen meine Unterarmprobleme besonders zur Geltung. Ich habe mich vor einem Jahr operieren lassen, aber leider ohne den erwünschten Erfolg. Auf den letzten Runden habe ich nur noch das Ende herbeigesehnt. Aber nächstes Jahr bin ich wieder dabei, denn Cup ist preisgünstig und die beste Serie, die ich kenne."

Colin Rossi, der kürzlich einen Superstock-Test absolvieren durfte und diesmal Neunter wurde, hat noch keine so konkreten Zukunftspläne: "Ziel verfehlt", lautet seine kritische Saison-Bilanz. "Ich wollte dieses Jahr in die Top-Five fahren, aber wenn man drei Podiums wegwirft, geht das kaum." Immerhin reichte es für den jungen Schweizer mit drei Nullern noch zum Gesamt-Achten, zudem verbuchte er drei Pole-Positions auf dem Haben-Konto.

Einen Platz dahinter - sowohl im Rennen, als auch in der Endwertung - landete Daniel Rubin: "Nach dem Start war ich direkt hinter meinem Bruder Domi und konnte so wenig später seinen Sturz live erleben. Zwei Runden vor Schluss habe ich Zelli auf der Gegengerade noch erwischt. Mein Zielsetzung für dieses Jahr lautete Top-Ten. Das habe ich geschafft und mich in meiner zweiten Cup-Saison deutlich steigern können."

Marc Zellhöfer, bei den beiden letzten Rennen noch auf dem Podium, musste sich mit Platz elf begnügen, nachdem er wegen eines Trainingssturzes die halbe Nacht geschraubt hatte. "Ich bin mit meiner ersten Cup-Saison mehr als zufrieden, konnte mich kontinuierlich steigern, aber ob wir 2016 weitermachen können, hängt davon ab, ob wir einen Sponsor finden."

Rang zwölf ging an Loris Haug: "Nach drei Stürzen wollte ich heute nicht so aggressiv zu Werke gehen, am Ende war ich aber wohl zu vorsichtig", verriet der draufgängerische junge Münchner. "Aber ich habe in diesem Jahr unheimlich viel dazugelernt und möchte 2016 Jahr gerne wieder im Cup fahren".

Die Plätze dreizehn und vierzehn gingen in die Schweiz, an Spaßvogel Reto Wiederkehr (Moto-Star Romero) und Timo Kugler. "Mir hat hier der Freitag gefehlt, da musste ich leider noch in die Schule", erklärte Kugler. Den letzten Punkt holte sich mit Christof Höfer (Reiskirchen, Fifty-Racing.de/powered by ZZF) wieder ein Newcomer: "Die Saison im Cup hat alle meine Erwartung übertroffen, es ist einfach geil und ich freue mich schon auf nächstes Jahr."

Endstand nach 8 Rennen:
1. Manou Antweiler (152), 2. Maurice Ullrich (144), 3. Lukas Tulovic (122), 4. Andreas Klambauer (83), 5. Arnaud Friedrich (70), 6. Adrian Pasek (62), 7. Patryk Kosiniak (59), 8. Colin Rossi (51), 9. Daniel Rubin (50), 10. Marc Zellhöfer (49)

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(Quelle: Michael Sonnick (IDM), Foto: Hermann Rüger, Yamaha Newsletter (Yamaha R6 Dunlop Cup))

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  10.09.2015 Spannendes Saisonfinale in Hockenheim Ende September 

Jan Bühn und Maurice Ullrich können noch Meister werden

Beim Finale zur Motorrad-IDM vom 25.-27. September fällt in Hockenheim die Titelentscheidung in der Supersport-Klasse zwischen Tatu Lauslehto (Suzuki) und Yamaha-Pilot Jan Bühn aus dem badischen Kronau. Der Finne Lauslehto führt nach 13 von 15 Läufen mit 243 Punkten knapp vor Jan Bühn mit 235 Zählern. Beide Fahrer standen in dieser Saison bisher zehn Mal auf dem Podest, beide haben vier Rennen gewonnen. Jan Bühn wurde viermal Zweiter und zweimal Dritter, Tatu Lauslehto zweimal Zweiter und viermal Dritter. Die Supersport-Meisterschaft wurde 1992 das erste Mal durchgeführt, der erste Meister war der ehemalige Motorrad-Redakteur Gerhard Lindner auf Honda. Von den bisherigen 23 Titelträgern waren die Yamaha-Piloten zehnmal siegreich, dann folgen sechs Erfolge für Honda sowie zwei Titelgewinne für Ducati, Kawasaki und Suzuki sowie einen Titel für Triumph. Erfolgreichster Fahrer mit drei Titelgewinnen ist Michael Schulten aus Bottrop, der von 2001 bis 2003 dreimal in Folge Supersport-Meister wurde. Zwei Titel holten sich Herbert Kaufmann, Jörg Teuchert und Arne Tode. Für Tatu Lauslehto wäre es nach 2012 der zweite Meistertitel, dort war er auf Yamaha erfolgreich. Für Jan Bühn wäre es der erste IDM-Titelgewinn, er wurde 2010 Gesamtsieger bei der DMV-Rundstrecken Championship in der Supersport-Klasse, dort gewann er auf Yamaha alle 12 Läufe. Auch für Teamchef und Yamaha-Händler Diego Romero aus Betzdorf wäre es der erste IDM-Titelgewinn in der Supersport-Kategorie. Seit 2010 gingen in der Supersport-Klasse alle Fahrertitel an Piloten mit Yamaha-Maschinen, den letzten Titel errang Marvin Fritz ebenfalls erst beim Finale im Vorjahr in Hockenheim. Mit Marvin Fritz startete Jan Bühn 2008 und 2009 zusammen im Kiefer-Team in der 125 ccm Klasse. Die zwei Supersport-Läufe über jeweils 17 Runden werden am Samstag um 18 Uhr sowie am Sonntag um 13.30 Uhr gestartet. Weitere Informationen zum IDM-Finale unter www.hockenheimring.de oder www.superbike-idm.de.

Auch im Yamaha R6 Dunlop Cup hat Maurice Ullrich noch eine Chance sich die Meisterschaft zu sichern. Er liegt mit 17 Punkten Rückstand auf Manou Antweiler auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung. Für das Team Romero wäre es seit 1992 bereits der 7. Sieg in der Gesamtwertung.

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(Quelle: Michael Sonnick (IDM), Foto: Hermann Rüger

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  28.08.2015 8. Rennen in Oschersleben

Start-Ziel-Sieg von Lukas Tulovic.

Lukas Tulovic gewann mit einer eindrucksvollen Vorstellung den vorletzten Lauf im Rahmen der SPEEDWEEK in Oschersleben. Manou Antweiler behauptete Platz zwei gegen Marc Zellhöfer  und fährt damit mit einem Vorsprung 17 Punkten in vier Wochen zum Finale nach Hockenheim.

"Als ich mich in der ersten Runde gleich ein wenig absetzen konnte, dachte ich, heute ist ein Start-Ziel-Sieg drin und hielt das Tempo hoch", verriet Tulovic im Ziel. Der erst 15-jährige Cup-Youngster hatte bereits die Trainings dominiert und lieferte am Sonntag ein nahezu fehlerfreies Rennen ab. "Lediglich vor der Hasseröder ist mir einmal der Gang rausgesprungen, ansonsten gab's keine Aufreger. Schade um die beiden Nuller von Zolder und Schleiz, sonst hätte ich in meiner ersten Saison gleich um den Titel mitfahren können."

Den hat nun Manou Antweiler klar im Visier: "Das Rennen war Kopfsache, ich wollte heute auf keinen Fall Faxen machen. Lukas hat gleich mächtig Tempo angezogen und als ich merkte, dass ich leichte Probleme mit dem Vorderrad habe, beschloss ich auf Nummer Sicher zu gehen. Dis Box signalisierte mir ständig '+O', aber auch die Platzierung von Maurice. Zur Sicherheit bin ich in der letzten Kurve Kampflinie gefahren und war letztlich froh, dass kein Angriff mehr erfolgte."

Darauf verzichtete Verfolger Marc Zellhöfer in Anbetracht des zweiten Podestplatzes und wurde schließlich wie schon vor zwei Wochen in Assen Dritter. "Ich habe meine erste Cup-Saison immer als Lehrjahr betrachtet und inzwischen meinen Fahrstil auf die 600er umgestellt. So bin ich schon im Training gut zurechtgekommen und stand erstmals in der ersten Startreihe. Diesen Platz konnte ich auch im Rennen von Anfang an übernehmen. Ich habe Manou rundenlang studiert, aber es gab keine Stelle, an der ich entscheidend schneller war und mit Gewalt wollte ich kein Manöver setzen."

Maurice Ullrich (Team Pepe-Tuning/Romero) büßte als Vierter weitere sieben Punkte auf Antweiler ein, betrieb damit nach großen Trainingsproblemen aber immerhin Schadensbegrenzung: "Im ersten Quali hatten wir Schwierigkeiten mit der Kupplung und im zweiten erwischte ich keine freie Runde und musste so ungewohnt aus der fünften Reihe starten. Immerhin gelang mir ein super Start und war vorne mit dabei. Dann ist leider Loris unmittelbar vor mir gestürzt, ich konnte mit Mühe ausweichen und habe dadurch den direkten Anschluss verloren."

"Mein Start ging diesmal voll in die Hose", ärgerte sich Arnaud Friedrich. Er kam nur als Vierzehnter aus der ersten Runde und musste sich einmal mehr mühsam in der Verfolgergruppe nach vorne kämpfen. Dies brachte ihn immerhin noch auf Platz fünf: "Schade, denn ich merkte, dass ich am Schluss schneller fahren konnte. Ein, zwei Runden mehr, dann hätte ich auch Maurice noch angreifen können."

Zu der kampflustigen Gruppe gehörte auch Dominik Rubin, der als Sechster ins Ziel kam: "Beim Start habe ich ein mächtiges Wheelie gemacht, das mich einige Plätze kostete. Die konnte ich glücklicherweise wieder gutmachen. Den Stunt von Loris durfte ich vom Logenplatz beobachten."

Sein Bruder Daniel wurde knapp hinter Hannes Zemsauer Achter: "Im Training waren wir nur 3/100 Sekunden auseinander", kommentierte der jüngere Rubin den neuerlichen Bruderkampf. Im zweiten Quali hatten allerdings beide ihr Motorrad weggeworfen und Papa Hubert reichlich Arbeit beschert.

Reto Wiederkehr (Moto-Star Romero) lieferte als Neunter endlich wieder ein Top-Ten-Resultat ab. "Beim Start war ich die ersten beide Gänge auf dem Hinterrad unterwegs. Das war schön für die Galerie, hat mich aber einige Plätze gekostet. In unserer Kampfgruppe ging es eng her, es gab auch einige Berührungen, aber alles war fair. Ich bekam dann noch Besuch von Andy und Fifty, konnte aber beide wieder überholen mich am Schluss sogar noch ein paar Meter absetzen".

Den letzten Top-Ten-Platz sicherte sich schließlich Christof Höfer vor Andreas Klambauer, Marco Freyer, Patryk Kosiniak, Christopher Kogelbauer und Michael Götz (Haas-Romero-Racing).

Freude kam allerdings bei allen Beteiligten nicht auf, denn die Veranstaltung wurde leider von einem tragischen Unfall im ADAC-Junior-Cup überschattet. Jonas Hähle erlag am Samstagabend seinen schweren Verletzungen. Die Organisatoren des YAMAHA R6-DUNLOP-CUP stellten deshalb den Fahrern den Start frei und in einer Fahrerbesprechung wurde mehrheitlich entschieden, das Rennen auszutragen. Unsere Gedanken sind bei Jonas und seiner Familie.

Punktestand nach 7 von 8 Rennen: 1. Manou Antweiler (136), 2. Maurice Ullrich (119), 3. Lukas Tulovic (102), 4. Andreas Klambauer (70), 5. Arnaud Friedrich (60), 6. Adrian Pasek (53), 7. Patryk Kosiniak (51), 8. Marc Zellhöfer (44), 9. Colin Rossi (44), 10. Daniel Rubin (44)

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(Quelle: Yamaha R6 Dunlop Cup Newsletter und Michael Sonnick (IDM)

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  08.08.2015 7. Rennen in Assen (NL)

Jan Bühn verkürzt mit Podestplatz in Assen den Rückstand

Bei der siebten Veranstaltung zur Deutschen Motorrad Straßenmeisterschaft (IDM) im niederländischen Assen fuhr Jan Bühn aus Kronau am Sonntag als Dritter erneut auf das Podest in der Supersport-Klasse. Auf dem 4,555 km langen Grand Prix-Kurs in Holland erzielte der 24-jährige Yamaha-Pilot im Training die drittschnellste Zeit und ging damit erneut aus der ersten Startreihe in das Rennen.

Der gebürtige Heidelberger ist damit der einzige Pilot, der sich bisher bei allen Rennen für die erste Startreihe qualifizieren konnte. Die Bestzeit im Training erzielte der Niederländer Rob Hartog vor seinem Kawasaki-Markenkollegen Marco Nekvasil. Auch das Rennen in Assen über 14 Runden (Gesamtdistanz 63,77 km) dominierte der Gaststarter Rob Hartog. Er feierte mit 9,950 Sekunden Vorsprung einen Start-Ziel-Sieg vor dem Österreicher Marco Nekvasil (beide Kawasaki). Jan Bühn hatte im Ziel als Dritter einen Rückstand von 11,880 Sekunden.

Im Gesamtklassement führt der Finne Tatu Lauslehto nach 13 von 15 Läufen mit 243 Punkten nur noch knapp vor Jan Bühn mit 235 Zählern. Dritter ist Christian Stange (Heidenau/Suzuki) mit 193 Punkten.

Nach dem Rennen war der Badener vom Räth-Romero-Yamaha-Team zufrieden: „Es war ein hartes Rennen, da mein Start nicht so gut war musste ich kämpfen. In der ersten Runde war ich Sechster, ich bin nicht ganz in den Rhythmus gekommen. Ich wollte unbedingt vor Tatu Lauslehto ins Ziel kommen. Er hat mich in der letzten Runde überholt, aber ich habe gleich gekontert. Dies ist mein erster Podestplatz hier in Assen, 2005 war ich beim IDM-Rennen (125 ccm) in der letzten Runde auch Dritter gewesen, wurde dann aber abgedrängt und bin dann Fünfter geworden. Jetzt konnte ich den Abstand erneut um vier Punkte verkürzen und habe jetzt nur noch acht Zähler Rückstand. Bei den letzten zwei Rennen beim IDM-Finale bei meinem Heimrennen am 26-27. September in Hockenheim muss ich zweimal vor Lauslehto ins Ziel kommen.“

Führungswechsel im YAMAHA R6-DUNLOP-CUP.

Manou Antweiler feierte in Assen seinen zweiten Saisonsieg. Er gewann vor Lukas Tulovic und Marc Zellhöfer und löst damit in der Gesamtwertung Maurice Ullrich (Team Pepe-Tuning/Romero) ab, der fünf Runden vor Schluss stürzte und damit erstmals in dieser Saison leer ausging.

Wie vor einer Woche in Schleiz hatte zunächst Polesetter Lukas Tulovic das Kommando übernommen, dicht gefolgt von Manou Antweiler und Maurice Ullrich. Der dreifache Saisonsieger tauchte in Runde vier an der Spitze auf, wurde jedoch schon einen Umlauf später von Antweiler abgelöst. "Mein Plan war, mich von den Verfolgern zu lösen, denn ich wollte es auf keinen Fall wieder auf die letzte Runde ankommen lassen", verriet der neue Meisterschaftsleader im Ziel. Sein Vorsprung wuchs auch zwischenzeitlich auch auf zwei Sekunden an, doch davon blieb am Ende fast nichts mehr übrig. Dass es nicht Ullrich sondern Tulovic war, der ihm in der letzten Runde noch bedrohlich nahe kam, realisierte Antweiler erst nach der Zieldurchfahrt.

"Als mir die Box eingangs der letzten Runde '+0' signalisierte, hatte ich nur einen Gedanken: Diesmal nicht! Ich war wild entschlossen, den Sieg auf keinen Fall herzugeben und habe deshalb zum Schluss alles riskiert." Das war auch nötig, denn Lukas Tulovic machte in der Endphase noch einmal richtig Alarm. Der Cup-Youngster drehte eine schnellste Runde nach der anderen, eingangs der letzten Runde war er an Antweilers Hinterrad. Diese absolvierten beide absolut am Limit und da Antweiler sich keinen Fehler mehr leistete, konnte er den Sieg ins Ziel retten. Nur 6/100stel Sekunden entschieden im Kampf um Platz drei. "Ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet, heute erstmals am Podium zu stehen", strahlte Marc Zellhöfer übers ganze Gesicht. "Aber im Verlauf des Rennens habe ich gemerkt, dass heute mehr geht und konnte Platz für Platz gutmachen. In der letzten Runde habe ich versucht, so nah wie möglich an Loris dran zu sein, vor der Timmerbocht sah ich die Chance, bin innen reingestochen und hatte dann das Glück, dass ich mit mehr Schwung auf die Zielgerade kam." Somit musste sich Loris Haug wie in Schleiz mit Platz vier begnügen, die erste Enttäuschung war aber bald verflogen. "In der ersten Kurve war ich nur Zehnter, konnte aber in der darauffolgenden schnellen Passage gleich ein paar Plätze gutmachen. Als ich nach dem Sturz von Maurice auf drei war, wollte ich auf keinen Fall zu viel riskieren. Am Ende kam Zelli besser durch die Schikane, ich habe noch einmal versucht zu kontern, aber am Ende fehlten leider sechs Hundertstel", schilderte der 15-jährige Cup-Rookie das dramatische Finish.

Dem Österreicher Andreas Klambauer blieb nach zuletzt zwei Podiumsplätzen diesmal nur Rang fünf. "Mein Start war nicht übel, aber Kosa wollte wohl in der ersten Kurve das Rennen gewinnen. Nach seinem Sturz hing ich lange Zeit hinter Zemsi fest, der furchtbar spät bremst. In der Doppelrechts kam ich schließlich vorbei, konnte auch Arnaud noch überholen, aber Marc und Loris waren hier eine Nummer schneller."

Arnaud Friedrich katapultierte sich beim Start von neun auf vier, musste am Ende aber noch zwei Plätze abgeben: "Ich hatte diesmal Mühe, das Tempo zu gehen, vermutlich hatten wir etwas zu lang übersetzt", mutmaßte der Junior-Cup-Sieger von 2003. Der Start von Colin Rossi war kaum schlechter. "Jetzt weiß ich endlich, wie man losfährt", spaßte der Schweizer, "aber in der ersten Kurve wurde ich nach außen gedrängt, dann ging das Denken los. Momentan will ich einfach ankommen." Platz sieben bezeichnete er deshalb als Punkte fürs Selbstvertrauen.

Zur familieninternen Angelegenheit wurde der Kampf um Platz acht zwischen Dominik und Daniel Rubin. "Ich hatte leider im Quali keine freie Runde erwischt und deshalb nur Startplatz 14. Wir hatten dann aber eine enge Vierergruppe mit vielen Positionswechseln und dabei richtig viel Spaß", freute sich der 18-jährige Dominik über Platz acht. Der ein Jahr jüngere Daniel musste sich diesmal dahinter einordnen: "Es ist schon etwas Besonderes, wenn du mit dem Bruder kämpfst, aber ich wäre natürlich auch gerne vor ihm in Ziel gekommen."

Platz zehn ging schließlich an Hannes Zemsauer vor Adrian Pasek, Marco Freyer, Kenny Leibold, Timo Kugler und Toni Thurmayer.

Punktestand nach 5 von 8 Rennen: 1. Manou Antweiler (116), 2. Maurice Ullrich (106), 3. Lukas Tulovic (77), 4. Andreas Klambauer (65), 5. Adrian Pasek (53), 6. Arnaud Friedrich (49), 7. Patryk Kosiniak (48), 8. Colin Rossi (44), 9. Loris Haug (42), Daniel Rubin (36)

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(Quelle: Yamaha R6 Dunlop Cup Newsletter und Michael Sonnick (IDM)

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  02.08.2015 6. Rennen in Schleiz

Georg Räth, Jan Bühn, Diego RomeroJan Bühn feiert in Schleiz seinen vierten Saisonsieg

Jan Bühn aus Kronau am Samstagabend bereits seinen vierten Saisonsieg in der Supersport-Klasse. Auf dem 3,805 km langen Kurs in Thüringen erzielte der 24-jährige Yamaha-Pilot im Training die Bestzeit, dies war nach dem Nürburgring und dem Hungaroring die dritte Pole Position in Folge. Der gebürtige Heidelberger hatte einen guten Start und holte sich mit einem Start-Ziel-Erfolg im Rennen über 16 Runden (Gesamtdistanz 60,88 km) seinen vierten Sieg. Zweiter mit 3,665 Sekunden Rückstand wurde der Österreicher Marco Nekvasil (Kawasaki) vor IDM-Spitzenreiter Tatu Lauslehto (Finnland/Suzuki), der 11,413 Sekunden zurück lag.

Auch im zweiten Lauf am Sonntag führte Jan Bühn vor 34.700 Zuschauern, doch in der letzten Runde wurde er von Marco Nekvasil überholt und belegte mit 1,192 Sekunden Rückstand den zweiten Rang. Den dritten Platz erreichte Lokalmatador Julian Puffe (Schleiz) auf Kawasaki.

Mit dem Sieg und dem zweiten Rang verkürzte Jan Bühn (215 Zähler) nach 12 von 15 Läufen den Rückstand auf nur noch 12 Punkte auf den führenden Tatu Lauslehto mit 227 Punkten. Dritter ist Christian Stange (Heidenau/Suzuki), der 186 Zähler hat. Die Titelkandidaten Tatu Lauslehto und Jan Bühn haben beide bisher vier Rennen gewonnen.

Mit dem Schleiz-Wochenende war der Badener sehr zufrieden: „Der erste Lauf am Samstag war perfekt, ich habe den Start gewonnen und konnte mich gleich absetzen, unser Räth-Romero-Yamaha-Team hat einen sehr guten Job gemacht, danke auch an meinen Fahrwerksmann Matthias Greif. Da es am Sonntag wärmer war, haben wir uns für den weicheren Reifen entschieden. Er ist 0,5 Sekunden pro Runde schneller, leider hat er am Ende dann stark abgebaut und ich konnte meine Linien nicht mehr halten und wurde in der letzten Runde leider noch überholt. Schade, dies wäre mein erster Doppelsieg in der IDM gewesen, aber ich wollte kein Risiko eingehen und habe den zweiten Platz dann sicher nach Hause gefahren. Ich habe jetzt 16 Punkte aufgeholt und nur noch zwölf Zähler Rückstand auf Tatu Lauslehto. Bei den letzten drei Rennen in Assen (9. August) und bei meinem Heimrennen, dem Finale in Hockenheim (26-27. September) möchte ich meine Titelchancen nutzen.“

Maurice Ullrich gewinnt in Schleiz mit 69 tausendstel Vorsprung.

Mit dem Hauch von 69/1000 Sekunden gewann Maurice Ullrich (Team Pepe-Tuning/Romero) in Schleiz den fünften Lauf zum YAMAHA R6-DUNLOP-CUP. Der Wörrstadter schlüpfte in einem packenden Finish vor Manou Antweiler  über den Zielstrich und baute damit seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf 15 Punkte aus. Dritter wurde wie schon vor vier Wochen am Hungaroring der Österreicher Andreas Klambauer.

Zunächst hatte Polesetter Lukas Tulovic  das Feld angeführt, rollte aber nach vier Runden mit technischem Defekt in die Boxengasse. Zu dem Zeitpunkt hatte Meisterschaftsleader Ullrich bereits das Kommando übernommen, stets beschattet von Antweiler. "Ich kam gut weg und konnte als Zweiter in die erste Kurve einbiegen", beschrieb Maurice die Startphase. Dass Tulovic ausgeschieden war, hatte er gar nicht mitbekommen. "Ich schaue nie nach hinten, als dann Manou in der zweiten Rennhälfte in Front ging, war klar, mit wem ich es zu tun hatte. Nachdem mehrmals die Führung gewechselt hatte, legte ich noch einmal nach, denn ich wollte es auf keinen Fall auf die letzte Runde ankommen lassen." Da stand prompt noch eine Überrundung, die noch zusätzlich für Dramatik sorgte.

"Ich sah auf der Zielgerade die zwei auf der Rundenanzeige, wähnte mich deshalb in der vorletzten Runde und wartete mit meiner Schlussattacke", haderte Antweiler im Ziel. Tatsächlich galt die Anzeige aber für die zu dem Zeitpunkt noch etwas entfernten Überrundeteten. "Ich konnte wegen der Hochzeit meiner Schwester erst am Freitagabend anreisen, hatte so auf das freie Training verzichten müssen. Trotzdem lief alles sehr gut, bis auf die letzte Runde. Jetzt fehlen mir weitere fünf Punkte", ärgerte sich der 19-jährige Antweiler nach einem starken Rennen verständlich.

Dagegen bejubelte Andreas Klambauer als Dritter seinen zweiten Podestplatz in Folge. "Ich kam als Fünfter aus der ersten Kurve und konnte der Spitzengruppe gut folgen. Ende der ersten Runden hat sich Loris verschaltet, ich konnte innen durchschlüpfen. Dann wurde Lukas langsamer und ich war auf drei. Die Lücke nach vorn konnte ich nicht zufahren, deshalb beschloss ich, den Abstand nach hinten zu kontrollieren". Im Ziel hatte der Österreicher gut zwei Sekunden Vorsprung auf Loris Haug, der als Cup-Rookie erneut eine starke Vorstellung ablieferte.

Patryk Kosiniak wurde mit weiteren zwei Sekunden Rückstand Fünfter. "Das Positive: Ich konnte diesmal fast ganze Rennen über konstante Zeiten fahren. Drei Runden vor Schluss bekam ich leider wieder Armpump, fiel von vier auf sechs zurück, konnte aber in der letzten Runde Arnaud noch einmal ausbremsen", schilderte der Pole das turbulente Finish einer Viergruppe.

"Diese letzte Runde war wirklich verrückt", bestätigte Arnaud Friedrich. "Ich hatte mich zuvor Platz für Platz nach vorne gekämpft. Dann verbremste sich Kosa, ich war außen und musste weit gehen, dadurch schlüpfte Colin innen durch, aber am Schluss war ich auf der besseren Linie und konnte Platz sechs sichern."

Colin Rossi  war froh, endlich mal wieder ins Ziel gekommen zu sein: "Nach zwei Nullnummern war dies heute das Ziel. Ich wollte nicht zu viel riskieren, doch als Kosa und Arnaud aneinander gerieten, hab' ich's dennoch probiert. Hat leider nicht ganz gereicht, aber bin mit den Punkten zufrieden", verriet der junge Schweizer.

Mark Zellhöfer  kam zwar am Schluss des Viererpacks über den Zielstrich, konnte sich aber über den achten Platz freuen: "Meine erste Top-Ten-Platzierung, die wollte ich nicht gefährden. Jetzt gilt es, die Leistung in den nächsten Rennen zu bestätigen, schließlich ist es meine erste Cup-Saison".

Nach einem einsamen Rennen kam Dominik Rubin als Neunter ins Ziel. "Das Tempo der Gruppe vor mir konnte ich diesmal nicht ganz mitgehen, sie haben sich Meter für Meter abgesetzt. Aber das Ergebnis ist OK", erklärte der Badener. Dahinter kämpfte eine weitere Gruppe um den letzten Top-Ten-Platz, über den sich schließlich Timo Kugler freuen durfte: "Mein Start war leider nicht so toll, am Ende ging es dann noch mehrmals hin und her".

Die weiteren Punkte gingen an Christof Höfer, Daniel Rubin, Marco Freyer, Hannes Zemsauer und Reto Wiederkehr (SUI-Thun,Moto-Star Romero).

Bemerkenswert: Daniel Rubin startete auf dem Motorrad von Laurenz Rieke. Der hatte sich am Freitagabend beim traditionellen Schleizer Fussball-Turnier, das das Cup-Team als Zweiter beendete, einen Kreuzbandriss zugezogen und konnte deshalb nicht starten. Als er hörte, dass Rubin im Abschlusstraining einen Getriebeschaden hatte, der bis zum Rennen nicht behoben werden konnte, bot er spontan sein Motorrad an. Eine großartige Geste, die mit dem Titel 'Racer Of The Week' belohnt wurde, den Medienpartner PS bei jedem Rennen kürt.

Punktestand nach 5 von 8 Rennen: 1. Maurice Ullrich (106), 2. Manou Antweiler (91), 3. Lukas Tulovic (57), 4. Andreas Klambauer (54), 5. Adrian Pasek (48), 6. Patryk Kosiniak (48), 7. Arnaud Friedrich (39), 8. Colin Rossi (35), 9. Christof Höfer (33), 10. Loris Haug (29)

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(Quelle: Yamaha R6 Dunlop Cup Newsletter und Michael Sonnick (IDM)

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  03.07.2015 5. Rennen auf dem Hungaroring in Ungarn

Dritter Saisonsieg für Jan Bühn auf dem Hungaroring

Jan Bühn feierte am Samstag auf dem Hungaroring vor den Toren von Budapest seinen dritten Saisonsieg in der Supersport-Klasse. Auf der 4,381 km langen Rennstrecke in Ungarn fand zum ersten Mal ein IDM-Rennen statt. Jan fuhr in beiden Trainingssitzungen die schnellste Rundenzeit und startete zum zweiten Mal nach dem Nürburgring von der Pole Position.

Mit einem guten Start setzte er sich gleich an die Spitze des Rennens am Samstag über 14 Runden (Gesamtdistanz 61,334 km). IDM-Spitzenreiter Tatu Lauslehto (Finnland/Suzuki) lag das ganze Rennen direkt hinter Jan Bühn. Der Badener vom Räth-Romero-Yamaha-Team drehte die schnellste Rennrunde und holte sich mit nur 0,174 Sekunden Vorsprung vor Ex-Meister Lauslehto bereits seinen dritten Saisonsieg. Dritter wurde der Schweizer Jasha Huber (Kawasaki), der im Ziel 14,176 Sekunden Rückstand hatte.

Das zweite Rennen fand am Sonntagmittag bei hochsommerlichen Temperaturen statt. Jan Bühn übernahm erneut die Führung und konnte seinen Vorsprung kontinuierlich bis auf zwei Sekunden Vorsprung ausbauen. Doch in der 6. Runde rutschte Jan Bühn in der Linkskurve das Vorderrad weg und er stürzte. Da an der Yamaha die Fußraste abgebrochen war, musste er an die Box fahren. Nach der Reparatur konnte er mit einer Runde Rückstand weiterfahren und wurde noch Elfter.

Nach dem Sturz von Jan Bühn übernahm Tatu Lauslehto die Führung und feierte seinen vierten Saisonerfolg. Zweiter wurde mit 9,641 Sekunden Rückstand Gastfahrer Konstantin Pisarev (Ukraine/Yamaha) vor Christian Stange (Heidenau/Suzuki). Nach den Rennen war Jan Bühn nicht ganz zufrieden: „Ich bin auf der neuen Strecke gleich gut zurechtgekommen. Der Fahrwerksspezialist Matthias Greiff von Alphatechnik hat uns am Wochenende super unterstützt und mit dem neuen Öhlins-Fahrwerk haben wir einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Ich konnte im Training erneut die Bestzeit fahren und auch den ersten Lauf gewinnen. Es ist schon anstrengend, wenn man an der Boxentafel immer angezeigt bekommt, dass der Verfolger direkt am Hinterrad ist. Im zweiten Rennen wollte ich mich deshalb gleich am Anfang ein wenig absetzen, dies ist mir dann gelungen. Ich hatte einen guten Rhythmus, die Pace war gut. Leider ist mir dann in der zweiten Kurve schlagartig das Vorderrad weggerutscht, ich konnte den kleinen Rutscher nicht mehr abfangen. Schade, dies wäre mein erster IDM-Doppelerfolg gewesen. Zum Glück habe ich mir beim Sturz nur ein paar blaue Flecken geholt. Durch die zwei Stürze auf dem Lausitzring und hier habe ich 35 Punkte verschenkt.“

Nach 10 von 16 Läufen baute Ex-Meister Tatu Lauslehto (Finnland/Suzuki) mit 198 Zählern seine Führung auf 28 Punkte Vorsprung auf Jan Bühn aus, der 170 Zähler hat. Auf Rang drei liegt Christian Stange mit 163 Punkten.

Maurice Ullrich in Budapest leider nicht auf dem Treppchen.

Mit dem ersten Sieg von Lukas Tulovic endete die Yamaha-Cup-Premiere auf dem Hungaroring. Der erst 15-jährige Cup-Youngster setzte sich bei hochsommerlichen Temperaturen in einer dramatischen Schlussrunde gegen Manou Antweiler durch. Den dritten Podiumsplatz holte sich der Österreicher Andreas Klambauer knapp vor Patryk Kosiniak und Maurice Ullrich (Team Pepe-Tuning/Romero), der die Meisterschaft weiterhin vor Antweiler anführt.

Es war eine in jeder Hinsicht heiße Nummer in Ungarn. Gleich in der ersten Kurve gab's eine Kollision, in die Loris Haug, Daniel Rubin, Jan Schmidt  und Marc Ruber verwickelt waren. Glücklicherweise blieben alle unverletzt, konnten das Rennen aber nicht fortsetzen. Während Polesetter Colin Rossi im Tumult einen Stoß abbekam, dabei etliche Plätze eingebüßte und bei der Aufholjagd stürzte, übernahm Lukas Tulovic die Spitze und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Das bedeutet aber nicht, dass Langeweile aufkam - im Gegenteil. Manou Antweiler fuhr die zwischenzeitlich auf knapp zwei Sekunden angewachsene Lücke wieder zu und attackierte in der Schlussrunde auf der allerletzten Rille. "Ich wusste, dass Manou dran war und bin Kampflinie gefahren. In der drittletzten Kurve kam der erste Angriff, in der nächsten hatte er das Vorderrad sogar ein paar Zentimeter vorne, musste dann aber weitgehen und ich konnte kontern. Zieleingangs wurde es dann noch einmal dramatisch, aber es hat gereicht. Das waren zweifellos die drei härtesten Kurven meines Lebens", jubelte Lukas über seinen ersten Sieg. "Da ich nach hinten Luft hatte, wartete ich mit dem Angriff bewusst bis zur letzten Runde. Beim ersten Versuch kam ich außen auf die Curbs, in der letzten Kurve habe ich dann volles Risiko genommen, bin aber so quer gestanden, dass mein Lenker am Anschlag war", schilderte Antweiler die heiße Schlussphase. "Glücklicherweise bin ich sitzengeblieben, habe in der Meisterschaft den Rückstand auf zehn Punkte verkürzt und nun folgt mit Schleiz meine Lieblingsstrecke". Dort hält der 19-jährige Hanseate seit 2012 den Rundenrekord.

Kaum weniger hart wurde um den dritten Podiumsplatz gekämpft, mit dem glücklichen Ende für Andreas Klambauer: "In der ersten Kurve waren wohl einige Kollegen übermotiviert", beschreibt der erfahrene Österreicher die brenzliche Situation nach dem Start. "Ich bin dadurch an die neunte Stelle zurückgefallen, konnte mich aber Platz um Platz nach vorne kämpfen. Danke an mein Team für das perfekte Motorrad und gute Besserung an meinem Mechaniker Manfred, der bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall verletzt wurde." Patryk Kosiniak musste sich am Ende mit dem vierten Rang begnügen: "Der erste Teil des Rennen war nicht gut, ich kam einfach nicht in Schwung. Als Andi vorbei war, bin ich ihm gefolgt und wir konnten beide noch Maurice überholen. Doch fürs Podium hat's leider nicht ganz gereicht", ärgerte sich der Pole.

Meisterschaftsleader Maurice Ullrich musste sich 2015 das erste Mal die Siegerehrung von unten anschauen. "Mein Mechaniker konnte leider nicht nach Ungarn mitkommen, seine Erfahrung hat einfach gefehlt. Wir haben im Training viel experimentiert, aber es hat diesmal nur für die dritte Reihe gereicht. Im Rennen war ich am Schluss mehrfach in Sturzgefahr, deshalb habe ich an die Meisterschaft gedacht und die sicheren elf Punkte mitgenommen", verriet Ullrich.

Endlich wieder ein Erfolgserlebnis gab's für Dominik Rubin mit Platz sechs: "Ich weiß, dass ich vorne mitfahren kann, aber nach dem Pech bei den letzten Rennen wollte ich heute unbedingt Punkte heimbringen. Dafür hat's diesmal meinen Bruder Daniel erwischt, hoffentlich klappts in Schleiz mal bei uns Beiden". Als Siebter fuhr Arnaud Friedrich zum dritten Mal in Folge in die Top-Ten. "Ich war froh, dass ich unbeschadet aus ersten Kurve gekommen bin, denn ich habe auch einen Schlag abbekommen und dadurch zunächst ein paar Plätze verloren. Fünf Runden vor Schluss war ich auch an Dominik vorbei, habe mich dabei aber verbremst und musste geradeaus durch die Schikane. Ich habe dann die Hand gehoben und ihn wieder vorbeigelassen", schilderte der 15-jährige Sachse den kleinen Aufreger.

Adrian Pasek war als Dritter aus der ersten Runde gekommen, im Ziel aber nur auf Platz acht. "Der Sturz im zweiten Qualifying machte mir zu schaffen. Ich hatte Schmerzen und deshalb am Ende abgebaut. Jetzt werde ich erst einmal meinen Fuß untersuchen lassen."

Zufriedenheit dagegen bei Christof Höfer mit Rang neun. Der Cup-Neuling beendete damit auch sein viertes Rennen in den Punkterängen: "Ich hab' einen guten Start erwischt und erstmals auch in der zweiten Rennhälfte konstant meine Rundenzeiten fahren können". Gar von einem genialen Start sprach Toni Thurmayer. "Ich habe zehn Plätze gutgemacht und konnte vorne ganz gut mithalten. Gegen Ende haben Grip und Kraft nachgelassen und ich musste Arnaud und Christof passieren lassen, aber ich bin sehr zufrieden."

Auf den weiteren Punkteplätzen kamen Timo Kugler, Marco Freyer, Piotr Surowiec, Marc Zellhöfer und Jan Viehmann (Haas-Romero-Racing) ins Ziel, der damit seinen ersten Punkt holte.

Punktestand nach 4 von 8 Rennen: 1. Maurice Ullrich (81), 2. Manou Antweiler (71), 3. Lukas Tulovic (57), 4. Adrian Pasek (48), 5. Andreas Klambauer (38), 6. Patryk Kosiniak (37), 7. Arnaud Friedrich (29), 8. Christof Höfer (28), 9. Colin Rossi (26), 10. Daniel Rubin (25)

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(Quelle: Yamaha R6 Dunlop Cup Newsletter und Michael Sonnick (IDM)

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  12.06.2015 4. Rennen auf dem Nürburgring - Sieg für Maurice Ullrich, Podiumsplätze für Jan Bühn

Zwei Podestplätze für Jan Bühn auf dem Nürburgring 

Jan Bühn kehrte am Wochenende mit zwei Podestplatzierungen vom Siegerlandpreis auf dem 3,618 km langen Nürburgring aus der Eifel zurück. Der Yamaha-Pilot aus dem badischen Kronau fuhr im Abschlusstraining zur vierten Veranstaltung in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) erstmals in dieser Saison die Bestzeit in der Supersport-Klasse.

Mit einem guten Start setzte sich der gebürtige Heidelberger von der Pole Position an die Spitze des Rennens über 17 Runden (Gesamtdistanz 61,506 km). In der zweiten Runde ging Suzuki-Pilot Christian Stange (Heidenau) an dem 24-jährigen Badener vorbei und feierte mit nur 0,495 Sekunden vor Jan Bühn seinen zweiten Saisonsieg. Dritter wurde mit 2,483 Sekunden Rückstand der Schweizer Jasha Huber (Kawasaki) vor dem Finnen Tatu Lauslehto (Suzuki).

Das zweite Rennen fand am Sonntagmittag bei sommerlichen Temperaturen vor 12.240 Zuschauern statt. Nach dem Sturz von Christinan Stange übernahm Jan Bühn in der vierten Runde die Führung. Von hinten kam dann IDM-Spitzenreiter Tatu Lauslehto immer näher und ging beim Anbremsen der Schikane an Jan Bühn vorbei. Lauslehto siegte mit 1,163 Sekunden vor dem Schweizer Jasha Huber (Kawasaki) sowie Jan Bühn, der mit 2,920 Sekunden Rückstand als Dritter bereits seinen sechsten Podiumsplatz errang.

Nach dem Rennen war Jan Bühn nicht ganz zufrieden: „Nach der Bestzeit im Training wollte ich für mein Räth-Romero-Team beim Heimrennen einen Sieg holen, leider hatte ich im ersten Lauf kurz vor Rennende beim Herausbeschleunigen mit der harten Reifenmischung einen Rutscher und habe nur um 0,495 Sekunden im Ziel den Sieg verpasst. Im zweiten Lauf haben wir dann einen weicheren Reifen genommen und ich konnte pro Runde eine halbe Sekunde schneller fahren. In der vorletzten Runde habe ich in der Schikane vor Start-Ziel beim Überrunden von langsameren Piloten noch den zweiten Platz verloren. Es war ziemlich eng und die Streckenposten haben keine blauen Flaggen gezeigt, das ist ärgerlich. Dies waren meine ersten IDM-Podestplätze in der Eifel, das letzte Mal stand ich 2007 im ADAC-Junior-Cup als Zweiter hier auf dem Podium.“

Zur Halbzeit nach 8 von 16 Läufen führt Ex-Meister Tatu Lauslehto (Finnland/Suzuki) mit 153 Punkten im Gesamtklassement in der Supersport-Klasse vor Jan Bühn mit 135 sowie Christian Stange mit 130 Zähl

Maurice Ullrich triumpfiert auf dem Nürburgring.

Maurice Ullrich (Team Pepe-Tuning/Romero) fährt weiterhin in Gelb. Der 16-jährige Wörrstädter feierte am Nürburgring bei hochsommerlichen Temperaturen seinen zweiten Saisonsieg im YAMAHA R6-DUNLOP-CUP und baute damit den Vorsprung in der Meisterschaft auf 19 Punkte aus. Manou Antweiler  bleibt der erste Verfolger, er wurde Zweiter. Platz drei belegte wie schon beim Saisonauftakt Lukas Tulovic.

Ullrich hatte schon in der zweiten Kurve die Führung übernommen und konnte rasch einen kleinen Vorsprung auf die Verfolger herausfahren. "Durch die Anzeige meines Teams war ich immer genau informiert und nur darauf bedacht, den Abstand zu halten. Eigentlich war es für mich ein kontrolliertes Rennen ohne aufregende Situationen. Auch nicht in der Schlussphase beim Überrunden. Ich sah zwar keine blauen Flaggen, aber alles lief problemlos", erklärte Maurice nach dem Rennen cool.

Hinter dem Spitzenreiter ging's dafür ungleich turbulenter zu. Polesetter Colin Rossi  war nach mäßigem Start bis Rennmitte vom achten auf den zweiten Platz nach vorne gestürmt und schickte sich mit Dominik Rubin und Loris Haug im Schlepptau an, die Lücke zu Ullrich zu schließen. "Ich war richtig gut unterwegs, bis mich Dominik abgeräumt hat", ärgerte sich der Schweizer nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus, wo man ihn sicherheitshalber durchgecheckt, aber zum Glück nur Prellungen und eine leichte Gehirnerschütterung festgestellt hatte.

Rubin entschuldigte sich sofort und war untröstlich. "Mein Fehler. Ich wurde von Loris attackiert und habe deshalb noch später gebremst. Leider zu spät, so konnte ich nicht mehr einlenken und habe Colin erwischt. Es tut mir unheimlich leid." Haug kam zwar als Einziger nicht zu Fall, dafür stürzte er noch in der gleichen Kurve per Highsider.

Somit war der Weg frei für Manou Antweiler, der dafür mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen hatte. "Ich habe eine Pollenallergie und hier war es besonders schlimm. In der Nacht kann ich kaum schlafen und beim Fahren kriege ich schlecht Luft. Als Colin und Dominik unmittelbar vor mir gestürzt sind, hat mich das zusätzlich ein paar Meter gekostet und am Ende haben mich auch die Kräfte verlassen", berichtete der 19-Jährige Hanseate.

Rookie Lukas Tulovic, der in Zolder wegen der in Belgien bestehenden Altersbeschränkung nicht starten konnte, stand in seinem zweiten Cup-Rennen zum zweiten Mal auf dem Podest. "Ich war zunächst dicht hinter Manou, aber nachdem gleich drei Mann vor mir gestürzt waren, dachte ich mir, schalte besser den Kopf ein und nimm diesen dritten Platz. Am Freitag war ich im Freien Training nur 19., wir haben daraufhin das Fahrwerk komplett umgebaut, dann hat's gepasst."

Adrian Pasek  kam zwar als Vierter über die Ziellinie, wurde aber von der Rennleitung wegen Überholens bei gelber Flagge um fünf Plätze nach hinten versetzt: "Eine dumme Aktion, ich war wohl zu sehr mir beschäftigt, weil ich überhaupt keinen Rhythmus gefunden habe, erst in der zweiten Rennhälfte hat die Pace gepasst", räumte der Pole ein.

So durfte sich Arnaud Friedrich über Platz vier freuen. "Mein Start war gut, doch in der der ersten Kurve ging's ziemlich wild zu, dabei habe ich ein paar Plätze verloren. Ich konnte dann mit Adrian wieder gut vorfahren und sogar in die drittschnellste Rennrunde drehen. Über eine Sekunde schneller als im Training, da muss ich mich künftig verbessern", verriet der ADAC Junior-Cup-Sieger von 2013.

Während Andreas Klambauer eine Top-Platzierung durch einen Defekt einbüßte, ging's für seinen Landsmann Hannes Zemsauer von Startplatz zwölf bis auf fünf: "Das passt", freute sich der Österreicher, der seine erste Cup-Saison fährt: "Der Nürburgring ist wie nahezu alle IDM-Strecken neu für mich, einzig den Hungaroring kenne ich schon." Dort hat dann Zemsauer in drei Wochen einen kleinen Vorteil.

Christof Höfer ein weiterer Neuling, lieferte als Sechster sein bislang bestes Rennen ab. "Das war heute bei der Hitze brutal hart. Die erste Kurve am Nürburgring ist, wie wenn man eine Zitrone durchs Schlüsselloch quetscht. Zum Schluss hatte ich einen tollen Kampf mit Daniel und konnte ihn in der allerletzten Kurve ausbremsen", freute sich 'Fifty'.

Für Daniel Rubin war das zu verschmerzen, er rückte in der Gesamtwertung um zwei Plätze auf sechs vor. "Und natürlich haben wir alle auch von den Ausfällen profitiert", räumte der junge Badener ein.

Die ersten Punkte gab's für Tony Thurmayer  und davon gleich acht: "Wenn man sitzen bleibt, geht's weiter vor", stellte der aus dem Junior-Cup aufgestiegene Hesse fest. "Vor dem Saisonstart konnte ich nur einmal mit der 600er trainieren, inzwischen fühle ich mich auf der R6 aber sauwohl".

Hinter dem zurückgesetzten Pasek verbuchte Cup-Routinier Michael Götz (Haas-Romero-Racing) die erste Top-Ten-Platzierung seiner Comeback-Saison. "Wir hatten zum Schluss mit Reto, Marcel, und Tom einen tollen Vierkampf um Platz zehn. In der letzten Runde konnte ich Reto in der NGK-Schikane noch austricksen und Top-Ten war das erklärte Ziel auf meine alten Tage", lachte 'Götzi'.

Reto Wiederkehr (Moto-Star Romero) wurde damit Elfter vor Marcel Bach, Thomas Eder Patryk Kosiniak  und Kenny Leibold

Punktestand nach 3 von 8 Rennen: 1. Maurice Ullrich (70), 2. Manou Antweiler (51), 3. Adrian Pasek (40), 4. Lukas Tulovic (32), 5. Colin Rossi (26), 6. Daniel Rubin (25), 7. Patryk Kosiniak (24), 8. Andreas Klambauer (22), 9. Christof Höfer (21), 10. Hannes Zemsauer (20)..

(Quelle: Yamaha R6 Dunlop Cup Newsletter und Michael Sonnick (IDM)

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  29.05.2015 3. Rennen auf dem Lausitzring - Jan Bühn erneut auf dem Podest

Jan Bühn gelingt auch beim DTM-Rahmenrennen auf dem Lausitzring ein Podestplatz 

Am Wochenende fand auf dem 4,255 km langen Lausitzring die dritte Veranstaltung zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) statt. Jan Bühn aus dem badischen Kronau belegte im Rahmenprogramm der DTM einen dritten Rang im ersten Lauf sowie einen vierten Platz im zweiten Rennen in der Supersport-Klasse.

Leider begann das erste Training am Freitag mit einem Motorschaden an der neuen Yamaha, die sein Teamchef Diego Romero neu aufgebaut hatte. Der gebürtige Heidelberger fuhr im ersten Zeittraining dann die zweitbeste Zeit hinter dem Schweizer Christian von Gunten (Kawasaki). Da es beim zweiten Training regnete stand der 24-jährige Badener zum dritten Mal in Folge auf dem zweiten Startplatz in der ersten Startreihe.

Das erste Rennen am Sonntag wurde bereits um 9 Uhr gestartet. Jan hatte einen guten Start und die Supersport-Asse lieferten den 60.000 Zuschauern ein packendes Rennen. Nach 19 Runden überquerte Suzuki-Pilot Christian Stange mit 1,354 Sekunden Vorsprung vor Konstantin Pisarev (Ukraine) sowie 2,009 Sekunden vor Jan Bühn (beide Yamaha) die Ziellinie.

Den zweiten Lauf gewann Christian von Gunten (CH) mit nur 0,912 Sekunden vor seinem Landsmann und Kawasaki-Teamkollegen Jasha Huber. Der Finne Tatu Lauslehto (Suzuki) wurde Dritter vor Jan Bühn, der im Ziel mit 10,342 Sekunden Rückstand den vierten Platz belegte.

Nach dem Rennen war Jan Bühn nicht ganz zufrieden: „Leider hatte ich beim neuen Motorrad bereits nach fünf Runden im ersten Training am Freitag einen Motorschaden, ich hatte gleich ein gutes Gefühl auf der neuen Yamaha. Da es im zweiten Zeittraining regnete und wegen den DTM-Rennen kein Warm-up stattfand, konnten wir das Motorrad nicht perfekt abstimmen. Im ersten Lauf ließ ich in der Schlussphase Konstantin Pisarev vorbei, da er als Gaststarter keine Punkte bekommt. Ich wollte kein Risiko eingehen, da ich wusste, dass ich die Punkte dann für den zweiten Platz erhalte.

Im zweiten Lauf konnte ich nicht so stark in die Kurven bremsen, auch bei den Überrundungen zu Rennende verlor ich Zeit und habe dann den vierten Platz sicher nach Hause gefahren. Es ist toll vor so vielen Zuschauern zu fahren, wir haben den Fans zwei spannende Rennen gezeigt. Mit dem Saisonbeginn bin ich sehr zufrieden, bei 4 von 6 Rennen stand ich auf dem Podest, zweimal ganz oben. Für das Heimrennen von meinem Team, dem Siegerlandpreis (13.-14. Juni) auf dem Nürburgring, möchte ich angreifen und erneut Punkte gut machen auf den Spitzenreiter.“

Nach sechs von 16 Läufen führt im Gesamtklassement der Supersport-Klasse der Finne Tatu Lauslehto mit 115 Punkten vor Jan Bühn mit 99 Zählern sowie Christian Stange mit 97 und Christian von Gunten mit 96 Punkten.

(Quelle: Yamaha R6 Dunlop Cup Newsletter und Michael Sonnick (IDM)

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  17.05.2015 2. Rennen in Zolder (Belgien) - Jan Bühn und Maurice Ullrich gewinnen in Belgien

Erneuter Sieg für Jan Bühn beim Rennen in Zolder/Belgien

Jan Bühn aus dem badischen Kronau feierte am Wochenende in Zolder/Belgien bereits seinen zweiten Saisonsieg bei der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft. Auf dem ehemaligen Formel 1-Kurs erzielte der 24-jährige Badener im Training die zweitbeste Zeit hinter Christian Stange (Heidenau/Suzuki).

In der Supersport-Klasse und ging aus der ersten Startreihe in das Regenrennen über 15 Runden am Samstag. Jan Bühn hatte auf der 4 km langen nassen Strecke einen super Start und konnte gleich die Führung übernehmen. Der Yamaha-Pilot vom Räth-Romero-Team fuhr pro Runde über zwei Sekunden schneller als seine Konkurrenten und baute den Vorsprung auf über 20 Sekunden aus. Danach nahm der Badener das Tempo zurück und feierte mit 12,236 Sekunden Vorsprung vor den Suzuki-Piloten Christian Stange und dem Finnen Tatu Lauslehto seinen zweiten Saisonsieg.

Der zweite Lauf am Sonntag fand bei sonnigem Wetter statt, vom Start weg lag das Trio Tatu Lauslehto, Christian Stange und Jan Bühn an der Spitze. Gegen Rennende konnte der Schweizer Jasha Huber (Kawasaki) noch zum Führungstrio aufschließen. Am Ende siegte der Finne Tatu Lauslehto mit nur 0,451 Sekunden vor Christian Stange sowie Jan Bühn, der als Dritter 4,349 Sekunden Rückstand hatte.

Nach dem Rennen war Jan Bühn zufrieden: „Zum ersten Mal stehe ich bei beiden Rennen am Wochenende auf dem Podest. Das Rennen am Samstag war super, ich hatte gleich einen guten Rhythmus und konnte souverän den Sieg holen. Dies war mein erster Podestplatz bei einem Regenrennen. Es hat heute alles gepasst, die Strecke in Zolder liegt mir, vor zwei Jahren wurde ich Zweiter. Danke an Diego Romero und sein Team für die Yamaha, die perfekt vorbereitet war. Leider hatten wir dann am Sonntag Probleme beim Reinfahren in die Kurven. Ich wollte nichts riskieren und habe dann den dritten Platz sicher nach Hause gefahren. Bei den Testfahrten in Zolder vor ein paar Wochen konnte ich vier Zehntelsekunden schneller fahren.“

Nach 4 von 14 Läufen verbesserte sich Jan Bühn im Gesamtklassement der Supersport-Klasse mit 66 Punkten auf den zweiten Platz hinter dem Finnen Tatu Lauslehto, der 88 Zähler hat. Dritter ist Christian Stange mit 65 Punkten vor Christian von Gunten (Schweiz/Kawasaki) mit 55 Punkten.

Maurice Ulrich feiert seinen ersten Cup Sieg.

Nach zwei dritten Plätzen im Vorjahr und Rang zwei beim Saisonauftakt feierte Maurice Ullrich (Team Pepe-Tuning/Romero) in Belgien seinen ersten Cup-Sieg. Der 15-jährige Wörrtstädter gewann auf dem Circuit Zolder vor Adrian Pasek  und Colin Rossi.  Ullrich löst damit Manou Antweiler an der Spitze der Gesamtwertung ab, der in der zweiten Runde in Führung liegend gestürzt war und sich noch spektakulär auf Platz zehn vorkämpfte.

Das Rennen war in der vorletzten Runde aus Sicherheitsgründen abgebrochen, nachdem drei Fahrer an verschiedenen Stellen gestürzt waren. Dass es dennoch überwiegend zufriedene Gesichter gab, lag nicht nur daran, dass alle Fahrer unverletzt geblieben waren.

"Mir blieb dadurch eine Schlussattacke erspart, denn dass Adrian und Colin noch einmal angreifen würde, war völlig klar", freute sich Maurice Ullrich im Ziel. Dass ihm der erste Sieg ausgerechnet hier gelingen würde, hatte er nicht erwartet, denn Zolder zählt nicht gerade zu seinen Lieblingsstrecken. Beim Start war Ullrichs Vorderrad hochgestiegen: "Ich musste deshalb die erste Kurve extrem spitz anbremsen, das hat mich zunächst einige Plätze gekostet. Nach Manous Sturz habe ich mich hinter Adrian auf Platz zwei gesetzt. Er hat mehrere Angriffe gekontert, aber in der achten Runde war ich vorbei und konnte die Führung bis zum Schluss halten."

Auch bei den beiden Verfolgern war der Ärger über die verpasste Siegeschance rasch verflogen. "Ich bin total glücklich mit dem zweiten Platz. Zum ersten Mal erste Startreihe und jetzt das erste Podest", strahlte Adrian Pasek. "Als ich vorne lag, fiel es mir schwer, das hohe Anfangstempo zu halten. Nach dem Führungswechsel hat das Rennen praktisch noch einmal neu begonnen. Natürlich plante ich noch einen Angriff, aber ich bin völlig zufrieden", erklärte der 23-jährige Student aus Polen.

Colin Rossi war beim Start nicht perfekt weggekommen, konnte dann aber rasch zum Spitzentrio aufschließen. "Nach Manous Sturz ging im Kopf das Rotieren los. Was mache ich? Überholen ist hier recht schwierig, also beschloss ich, geduldig auf meine Chance zu warten. Die blieb mir durch den Abbruch zwar verwehrt, aber mit meinem ersten Podium bin ich absolut happy", freute sich der 17-jährige Schweizer über Rang drei.

Zwei Sekunden später kam Andreas Klambauer als Vierter ins Ziel. "Nach dem Start hing ich zunächst hinter meinem Landsmann Hannes Zemsauer fest, der furchtbar spät bremst und schwer zu überholen ist. Irgendwann kam ich doch dabei und konnte sogar Zeit auf Colin gutmachen. Dann bekam ich leider wieder Probleme mit meinem rechten Arm, so war ich über den Abbruch nicht unglücklich", lachte der Österreicher verschmitzt.

Glück im Unglück hatte Patryk Kosiniak. Er gehörte zu den Sturzopfern aus Runde zwölf, da jedoch bei Abbruch die Runde zuvor gewertet wird, konnte 'Kosa' den fünften Platz behalten: "Es war das erwartet schwierige Rennen, da ich das ganze Wochenende Armpump-Probleme hatte. Die Schmerzen wurden immer heftiger, deshalb habe ich gebetet, dass das Rennen bald vorüber sein wird. Das kam dann schneller als gedacht."

Daniel Rubin  wiederholte als Sechster sein bislang bestes Resultat, das er 2014 in seiner ersten Cup-Saison in Hockenheim erzielt hatte. "Ich war nach einem mäßigen Start auf dem Vormarsch und schon an Kosa dran, aber nach zwei heftigen Rutschern musste ich wieder abreissen lassen. Dadurch haben Loris und Hannes wieder aufgeschlossen. Es ging noch einmal hin und her, am Ende konnte ich mich durchsetzen. Aber ich muss mich unbedingt im Qualy verbessern!", resümierte der 17-jährige Badener selbstkritisch.

Mit Hannes Zemsauer  kam ein weiterer Österreicher als Siebter vor dem jungen Loris Haug  ins Ziel. Der erst 15-jährige Haug fühlt sich im Cup rundum wohl: "Das Niveau ist sehr hoch, aber genau dadurch ich lerne ich mit jeder Runde dazu. Und mit zwei achten Plätzen in den ersten beiden Rennen bin ich absolut zufrieden", freute sich der Rookie. Genauso jung ist Arnaud Friedrich der mit drei Sekunden Rückstand als Neunter über den Zielstrich raste. "Beim Start war ich zu vorsichtig, konnte dann Zeit auf die Gruppe vor mir gutmachen, dann kam der Abbruch."

Den Vormarsch vom Kollegen Antweiler hätte der junge Sachse vermutlich nicht aufhalten können. Was der Sieger vom Lausitzring bei seiner Aufholjagd dem Publikum bot, war allein den Eintritt wert. "In der zweiten Runde ist mir in der Schikane vor Start-Ziel das Vorderrad eingeklappt. Glücklicherweise war nur der Kupplungshebel verbogen, also bin ich sofort wieder aufgesprungen und dem Feld hinterhergeeilt. Noch zwei Runden und es wäre sogar mehr als der zehnte Platz herausgesprungen", grübelte der 19-jährige nach dem Abbruch. Wenn er eine Nacht drüber schläft wird ihm wohl bewusst werden, wieviel Glück er hatte, überhaupt weiterfahren zu können. Und wer weiß, wie wichtig die sechs Zähler am Ende der Saison noch sein werden.

Die weiteren Punkte gingen an Thomas Eder, Christof Höfer, Kenny Leibold, Timo Kugler und Reto Wiederkehr (Moto-Star Romero)

(Quelle: Yamaha R6 Dunlop Cup Newsletter und Michael Sonnick (IDM)

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  03.05.2015 1. Rennen auf dem Lausitzring - Jan Bühns erster Sieg in der IDM

Manou Antweiler  gewinnt den Saisonauftakt im YAMAHA R6-DUNLOP-CUP auf dem Lausitzring. Der 19-jährige Hanseate setzte sich in einem spannenden Finish knapp gegen Maurice Ullrich (Team Pepe-Tuning/Romero) durch. Platz drei ging an Cup-Rookie Lukas Tulovic 

"Seit dem Finale in Hockenheim habe ich nur einen Tag in Oschersleben trainiert, deshalb war ich Anfang der Woche auch noch nicht wirklich flott unterwegs. Ich brauche eben immer ein wenig Zeit, mache mich aber deswegen nicht verrückt. Der Lausitzring ist zwar die Heimstrecke meines Teams, aber ich mochte ihn nie besonders, zumindest bis jetzt", verriet Antweiler verschmitzt. "Im Training haben wir viel mit dem Fahrwerk experimentiert und wie man sieht, haben wir das recht gut in den Griff bekommen. Im Rennen wusste ich nicht, wer hinter mir ist, da ich unsere Boxentafel schlecht erkennen konnte. In der letzten Runde hatte ich noch einen heftigen Slide im besten Márquez-Style und am Ende hätten Maurice und ich uns fast noch völlig unnötig abgelegt."

Schuld daran war eine falsche Anzeige. "Als wir abgewinkt wurden, leuchtete noch die '1' auf der Rundenanzeige, wir waren beide unsicher, haben deshalb weiter voll durchgezogen und ich habe noch einmal eine Attacke gesetzt", erklärte Maurice Ullrich die spektakuläre Aktion in der Auslaufrunde. Für den 15-jährigen Hessen war Platz zwei beim Auftakt am Ende aber völlig OK. "Mein Start hat super gepasst, die ersten beiden Runden war ich in Führung, kam dann aber kurz aus dem Rhythmus, als ich versucht habe, meine Boxentafel zu finden."

Das dritte Gesicht war neu auf dem Podium, zumindest im YAMAHA R6-DUNLOP-CUP. Lukas Tulovic, 2014 Vize-Meister im ADAC Junior-Cup und mit 14 Jahren der Youngster im 39-köpfigen Starterfeld, lieferte ein blitzsauberes Debüt ab. "Nach dem Start war ich Zweiter, dann sogar für eine Runde vorne. Als Manou und Maurice vorbei waren, habe ich versucht dranzubleiben. Ich hatte dann aber einen kleinen Highsider und schaffte es nicht mehr, die Lücke zuzufahren."

Adrian Pasek fehlten im Ziel nur vier Zehntel zum Podium, das hatte er aber schnell verschmerzt: "Die ersten Runden waren schwierig, ich hatte kein Gefühl für das Bike. Später konnte ich immer mehr pushen und Colin und Patryk überholen. Vom Speed hätte ich mit der Spitze kämpfen können, das macht mich zuversichtlich für die Saison. Und Zolder liegt mir besser als der Lausitzring", erklärte der polnische Student.

Sein Landsmann Patryk Kosiniak  war ebenfalls glücklich mit seinem fünften Platz: "Ich bin zufrieden, weil ich nur von Platz zehn gestartet bin. Heute früh habe ich im Kopf den Reset-Knopf gedrückt und war prompt schneller unterwegs als im Training, leider wurde wieder einmal das Armpumping von Runde zu Runde schlimmer."

Pole-Setter Colin Rossi  musste sich nach der Trainingsbestzeit im Rennen mit Rang sechs begnügen: "Unter den Umständen war es das Maximum", bilanzierte der 18-jährige Schweizer. Ihn behindert noch eine Knieverletzung, die er sich im Frühjahr beim Supermotofahren zugezogen hatte. "Die Schmerzen wurden mit jeder Runde heftiger. Ich habe nur noch das Ziel herbeigewünscht und sagte mir: Besser die Punkte mitnehmen, als wegwerfen. Aber ich weiß jetzt, dass ich den Speed der Schnellsten gehen kann."

Auf Platz sieben kam Andreas Klambauer  ins Ziel, der bereits seine sechste Saison bestreitet. Dahinter beendete der erst 15-jährige Loris Haug  sein erstes Rennen auf einem beachtlichen achten Rang. Mit Christof Höfer  wurde ein weiterer Rookie Neunter. "Der Start war nicht perfekt, ich konnte aber in der ersten Kurve die verlorenen Plätze gleich wieder gutmachen. Nach einem heftigen Rutscher hat die Vernunft gesiegt und ich habe meine ersten Punkte sicher nach Hause gefahren. Ich bin von allem überwältigt. Der Yamaha-Cup war schon lange mein Traum, jetzt genieße ich jede Runde."

Daniel Rubin  sicherte sich schließlich knapp vor Timo Kugler  Platz zehn: "In der ersten Kurve ist mir jemand beim Anbremsen von hinten in die Hacken gefahren. Das hat mich zunächst einige Plätze gekostet, zudem schmerzte mein Fuss immer mehr. Drei Runden vor Schluss hat mich Timo überholt, in der letzten Runde konnte ich aber kontern und den Top Ten Platz zurückholen", schilderte der junge Badener sein Rennen.

Die weiteren Punkte bis Platz fünfzehn gingen an Marco Freyer, Reto Wiederkehr (Moto-Star Romero), Marc Zellhöfer und Routinier Michael Götz (Haas-Romero-Racing).

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(Quelle: Yamaha R6 Dunlop Cup Newsletter und Michael Sonnick (IDM)

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